9.Mai 2026
Die Herstellung von Korbwaren mittels der Wickeltechnik stellt eines der ältesten handwerklichen Verfahren der Menschheitsgeschichte dar. Archäologische Befunde belegen, dass diese Technik bereits im Neolithikum (Steinzeit) Anwendung fand und somit der Entwicklung der Töpferei vorausging.
Historisch betrachtet diente das Korbnähen im bäuerlichen Kontext häufig als Winterarbeit. Ein manuell gefertigter Kräuterkorb repräsentiert dabei mehr als einen Gebrauchsgegenstand; er fungiert als Artefakt der regionalen Identität und spiegelt die Verbindung zwischen dem Erzeuger, der landwirtschaftlichen Tradition und der umgebenden Landschaft wider.
Traditionell basierte die Herstellung auf der Verwendung von Roggenstroh welches mit gespaltener Weide umwickelt wurde.
Die Möglichkeiten der nutzbaren Materialien reicht aber weit über dieses traditionelle Material hinaus.
Auch Gräser, Kräuter und diverse florale Elemente eignen sich hervorragend zur Gestaltung. Üblicherweise wird das Pflanzenmaterial einem Trocknungsprozess unterzogen und vor der Verarbeitung erneut befeuchtet, um die notwendige Flexibilität zu gewährleisten. Ich habe aber auch schon gute Erfahrungen gemacht, frisch geerntete Gräser und Kräuter unmittelbar zu verarbeiten- dies bringt eine ganz eigene sinnliche Note in den Arbeitsvorgang, da wir zuerst das Material gemeinsam sammeln gehen und beim Arbeiten vom Duft des frischen Pflanzenmaterials umgeben sind.
Im Rahmen dieses Workshops liegt der Fokus auf der praktischen Anwendung der Wickeltechnik im direkten Kontakt mit der Natur.
Gemeinsam sammeln wir das Material im Wald, sitzen im Kreis, ums Feuer oder am Waldrand und wickeln unserer Körbchen!
Farbenwerkstatt Natur
In diesem Workshop möchte ich euch zeigen, wie man natürliche Pigmente aus Pflanzen, Mineralien und anderen organischen Materialien gewinnt.
Wir werden verschiedene Techniken zur Extraktion und Verarbeitung von Farbstoffen ausprobieren und ich erzähle auch einiges über die Geschichte und die historische Bedeutung natürlicher Farben.
Der Workshop bietet eine wunderbare Gelegenheit, die vielen Möglichkeiten der Naturfarben kennenzulernen und einen Einblick zu erhalten.
Der Workshop richtet sich an alle, die sich für Kunst, Handwerk und Nachhaltigkeit interessieren.
Die Tage sind auch einzeln buchbar!
Keine Vorkenntnisse sind erforderlich, nur die Neugier und die Bereitschaft, Neues zu lernen.
Habt ihr schon mal aus der selbst abgegrabenen lehmigen Erde Gefäße geformt oder Schmuckstücke wie Perlen, Amulette und ähnliches?
Ihr erfahrt hier einiges über die uralte Form des Töpferns! „Wildes Töpfern“ nennen wir es liebevoll.
Unter Anwendung verschiedenster alter Techniken wollen wir uns diesem sehr faszinierenden alten Handwerk widmen!
Am ersten Tag dieses 2 teiligen Workshops graben wir die Erde und bereiten sie gründlich vor. Dabei lernt ihr einiges, wie ihr auch selbst in Eurer Landschaft Erde zum töpfern finden könnt und was es dabei zu beachten gibt!
Der Aufbau der Gefäße unterscheidet sich in einigen Schritten vom „normalen“ Töpfern.
Ich zeige Euch spannende Schritte, die ihr vor dem Grubenbrand ausführen könnt, um Eure Stücke so richtig zum glänzen zu bringen!
Dazwischen kochen wir auch gemeinsam am Feuer, dabei wird es ein paar „wilde“ kulinarische Highlights geben!
Am zweiten Termin treffen wir uns für den Grubenbrand!
Bei diesem Termin erzähle ich Euch noch einiges über verschiedene Zugaben aus der Natur um die Farbtöne während dem Brand beeinflussen zu können!
Wir werden viel Holz sammeln und dieses herrichten, die Grube herrichten und dann in langsamen Schritten, die Stücke dem Feuer zuführen.
Ein sehr spannender und lehrreicher Workshop, der Dich erden wird!
Im alltäglichen Leben sind wir eingebettet in Rhythmen, die uns in der Welt ganz selbstverständlich umgeben: Tag-Nacht, Jahreskreis, Atmen, An diesen 2 Tagen reisen wir miteinander zur Quelle der musikalischen URessenz: spielen auf traditionellen Instrumenten aus Westafrike wie Djemben und Dunduns.
Die traditionelle Musik Westafrikas ist URsprung vieler Kompositionen moderner Gegenwartsmusik.
Wir erarbeiten miteinander grundlegende Schlagtechniken. Wir grooven und lassen uns von uralten Rhythmen tragen. Wir grooven, spielen mehrstimmig. Tauchen ein. Tragen bei. Und erleben Rhythmus als die verbindende Kraft. Dabei ist jede Mitspielerin wichtig für den Zusammenklang des großen Ganzen!
Ein musikalisches Eintauchen, Experimentieren und Erfahren von dem “Ur” in der Musik!
